Es tut sich was in Barmbek – genauer gesagt am Museum der Arbeit. Am 10. April öffnet das Torhaus und mit ihm die Torhauskantine, die dem Viertel einen neuen Lieblingsort schenken soll. Mit dem Abschluss der umfangreichen 2022 gestarteten Kernsanierung des Torhauses, das direkt mit dem Hauptgebäude des Museums verbunden ist, sind ein zusätzlicher Museumsbereich sowie eine großzügige Gastronomie entstanden. Das Gelände der ehemaligen New York-Hamburg Gummiwarenfabrik, auf dem auch das ehemalige und nun sanierte Torhaus beheimatet ist, versprüht einen besonderen Charme: Die denkmalgeschützten Rotklinkerbauten erzählen Geschichten vergangener Tage, das gegenüberliegende Lüttliv beeindruckt mit einem verwunschenen Außenbereich – und nun bereichert ein weiterer gastronomischer Ort den Hof.
Konzept und Ambiente
Tim Niebuhr, Betreiber des Lüttliv, und Leon Feickert sind die Gastronomen, die hinter der neuen Torhauskantine stecken. Hier werden künftig Mittagstische, hausgemachte Kuchen, leckerer Kaffee und eine kleine Auswahl an Gerichten wie zum Beispiel Feta Beta (fluffige Fetacreme mit Bete, Dill und Olivencrumble) oder Zwei + Eins (Spinat-Bergkäse-Knödel mit fruchtiger Tomatensauce und Hartkäse) serviert. Alle zehn Gerichte eignen sich perfekt zum Teilen. Auch die Getränkeauswahl hebt sich von der Norm ab – etwa mit dem Whiskey Sour Maple, ein Klassiker, der durch Ahornsirup und Rosmarin eine eigene Note bekommt.
Nicht nur kulinarisch, sondern auch optisch überzeugt die Torhauskantine: Meterhohe Decken, unverkleidete Stahlträger, Sichtbetonwände und nach den strengen Vorgaben des Denkmalschutzes gebaute Fenster ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Der große Außenbereich ist windgeschützt und hat den ganzen Tag über Sonne.
Handwerk und Herzblut
„Es steckt so viel Arbeit, Handwerk und Liebe zum Detail in diesem Projekt“, erzählt Leon Feickert, der 30-jährige Musiker und Geschäftsführer. Der Kaffee wird in handgetöpferten Tassen serviert, „denn erst dann schmeckt er so richtig gut.“ Um die perfekte Kaffeemaschine zu finden, war er zwölf Stunden quer durch Deutschland gefahren. Familie, Freunde und Bekannte, darunter Tischler und Klempner, halfen mit, die Torhauskantine nach Feickerts und Niebuhrs Vorstellung zu gestalten. Das Ergebnis spricht für sich: Die Tische wurden von den Betreibern eigenhändig aufgearbeitet, mit farbigem Linoleum beklebt und auf die richtigen Maße zugeschnitten. „Plötzlich nimmt das Chaos Form an. Stühle, die wir vor Ewigkeiten gekauft haben, fügen sich jetzt harmonisch in den Raum, und wir freuen uns riesig, bald richtig loslegen zu können“, so Feickert weiter.
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